Kiki mit Jan-HenricMeine Geschichte - Kiki's Geschichte

Immer wieder wurde ich, als gelernte Zahnarzthelferin, gefragt, wie ich auf die Idee kam, Pralinen herzustellen. Die Antwort: "Weil kleine verzierte Schokoladenvariationen mir geholfen haben, mein Leben neu zu überdenken. Etwas aus einer scheinbar aussichtslosen Situation zu machen. Nach vorn zu schauen und sich nicht unterkriegen zu lassen."

Das ist meine Geschichte, die Geschichte wie aus Kiki eine Pralinenmacherin wurde.

Im Juli 2003 kam mein Sohn Jan-Henric zur Welt. Zwar 3,5 Wochen zu früh, aber dem Anschein nach, gesund und gut entwickelt. Von Anfang an hatte Jan-Henric zahlreiche Infektionen, deren Ursache erst 3 Wochen nach der Geburt festgestellt wurden. Jan-Henric litt unter einer Immunschwäche, selbst harmlosen Erkältungen konnte sein Körper nichts entgegensetzen. Den täglichen gesundheitlichen Gefahren war er nicht gewachsen und somit stellte sich eine Krankheit nach der anderen ein und machten das Neugeborenensein für ihn sehr schwer.

An ein kindgerechtes Aufwachsen mit Gleichaltrigen war also nicht zu denken. Auch konnte mein Sohn, wegen der Ansteckungsgefahr, nicht in eine Krabbelgruppe aufgenommen werden. Die Ärzte konnten mir die Frage, ob der kleine Mann je wieder gesund wird, zu diesem Zeitpunkt nicht beantworten. Kiki und Jan-Henric bei der Produktion von TafelschokoladenDas war für mich als alleinerziehende Mutter mehr als ein Schock. Wegen der hohen Krankheitsquote meines Sohnes, gestaltete sich die Ausübung meiner Arbeit sehr schwer. Letztendlich musste ich mich entscheiden, weiterhin meinen damaligen Beruf als Köchin nachzugehen, oder aber meinem Kind die volle Aufmerksamkeit zu widmen. Ich habe mich für mein Kind entschieden.

Eines Nachts, Jan-Henric war inzwischen 2 Jahre alt, hatte er wieder einmal sehr hohes Fieber. Stunden verbrachte ich an seinem Bettchen, bis er schließlich einschlief. Völlig erschöpft und überdreht war an einen erholsamen Schlaf für mich nicht mehr zu denken. Ich wanderte von einem Zimmer ins andere, überlegte was mich von meinen Sorgen ablenken konnte. Das Einzige, was mir zu diesem Zeitpunkt in den Kopf kam, war Schokolade, Nervennahrung, die mich beruhigen sollte. Nur für den Moment abschalten. Mein Weg führte mich schnurstracks in die Küche, wo noch eine Packung Pralinen auf ihre Öffnung wartete. Eine Markenpraline nach der anderen wanderte in meinen Mund. Jedoch geschmeckt haben sie mir irgendwie nicht. Mich störten die künstlichen Aromen, mit denen die Pralinen angereichert waren. Und die auf irgendeine Art und Weise den Genuss für mich beeinträchtigten. Und, als sollte es nicht anderes sein, kam der Gedanke in mir auf, doch selbst einmal zu versuchen, kleine Köstlichkeiten herzustellen.
Einer regelmäßigen Arbeit außerhalb des Hauses konnte ich wegen der Krankheit meines Kindes ja nicht mehr nachgehen. Aber es blieben dennoch viele ungenutzte Stunden. Noch in dieser Nacht viel der Entschluß, Naschwerk - ohne künstliche Aromen - herzustellen. Diese eine, für mich und meinen Sohn außerordentlich schwere Nacht hat mich also bewogen, einen neuen Weg zu gehen. Vielfältige Kreationen entstanden mit meinem Ideenreichtum und der Geschicklichkeit meiner Hände. Von da an nutzte ich jede freie Minute, stellte Pralinen her und erlernte das Handwerk des Chocolatiers.
Einer von Kiki's ersten MarktständenEnde 2006 ging es Jan-Henric viel besser. Vielleicht lag es daran, dass ich ihm mit meinem verdienten Geld, mehrfach Erholungswochen an der Ostsee ermöglichen konnte. Für mich geschenkte Zeit, konnte ich doch so meine süßen Kollektionen auf verschiedenen Kunsthandwerkermärkten präsentieren und verkaufen. Der Erfolg gab mir wieder Recht. Immer stärker wurde mein Sohn, weil ich ihm häufiger Möglichkeiten für seine gesundheitliche Entwicklung anbieten konnte. Seit August 2007 geht Jan-Henric in einen Kindergarten. Die Blutwerte sind noch ein wenig niedrig, haben sich aber für sein Alter fast normalisiert. Er ist jetzt ein gesundes und glückliches Kind. Ein weiterer Meilenstein für mich und meinen Sohn. 2007 erweiterte ich meine Produktion außerdem um Edelschokoladen.

Immer wieder zu Weihnachten: liebevoll von Hand dekorierte Hexenhäuser Liebe Pralinenfreundinnen und -freunde. Bei all den schweren Schicksalsschlägen, die das Leben bereithält, möchte ich Sie ermuntern, niemals aufzugeben. Das Lächeln und die strahlenden Augen von Kindern sind ein Geschenk, geben Kraft, aktivieren in vielerlei Hinsicht ungeahnte Möglichkeiten und beleben unentdeckte Kreativität für Neues.

Anfang 2008 machte ich eine Weiterbildung beim Chocolatier Arne Homborg (www.theobroma-cacao.de). Seit dem sind wir privat ein Paar und seit Sommer 2008 produzieren wir auch unsere Schokoladen und Pralinen gemeinsam in unser Mindener Schokoladenmanufaktur.
 

Mitte 2009 hat es meine Schokolade sogar ins Museum geschafft. Für mehrere Monate zeigte das Historische Museum Luzern, Schweiz, einige meiner Schokoladen und Schoko-Fruchtaufstriche in der Ausstellung „100% Schokolade“. Darunter war auch meine Schinkenschokolade.

 

Die Geschichte meiner Tafelschokoladen

Die ersten Tafeln

Am Anfang meiner Schokoladenlaufbahn habe ich ausschließlich Pralinen hergestellt, 2007 entstanden dann die ersten Tafelschokoladen. Zunächst hatte ich nur eine Handvoll Tafelformen mit einer klassischen Riegelteilung und sehr kräftigen Stücken. Diese habe ich in Alufolie eingeschlagen und mit einer Banderole versehen. Von der Schokolade war dann leider nichts mehr zu sehen und die Schokoladenstücke waren sehr dick.

Die Tafeln von 2008 bis 2011 

2008 habe ich dann auf eine andere Standardform umgestellt, diese war schon flacher und besser zu genießen. Die Verpackung habe ich auf Klarsicht umgestellt und die Banderole verkleinert, so konnte man die Schokolade endlich auch sehen, bevor man sie ausgepackt hat.

 

Die neue Tafelform - ein alter Küchenschrank Im April 2011 konnte ich mir meinen Traum von einer eigenen Form für meine Tafelschokoladen erfüllen. Endlich ein passendes Design für Kiki's Pralinenwelt und eine flache Tafel, die gut zu Teilen und wunderbar zu geniessen ist.

 

 

 

Wo ich schon überall war

In den letzten Jahren habe ich schon auf zahlreichen Veranstaltungen ausgestellt, viele davon gehören jedes Jahr zu meinen festen Terminen. Vielen Dank an die vielen Besucher und Veranstalter bei:

Paderborner Schokofestival, Paderborn
Weihnachtszauber Schloss Bückeburg
Adventsmarkt "Unter Tage" im Besucherbergwerk Kleinenbremen
Olivenöltage in Wilstedt
Landpartie Schloss Bückeburg
1. Mindener Genießertreff
Zimt & Sterne in Münster
Markt im Park, Club 74, Minden
Adventsmarkt der Tucholsky Bühne im Fort A
Kunst & Garten, Alte Zigarrenkistenfabrik, Minden
Preußen Museum, Minden
Landpartie, Preusisch Oldendorf
Herbstmarkt Hasenkamp / Dankersen, Minden
Herbstmarkt Kleinenbremen
Werkkunst Ausstellung, Sümenings Tenne, Bückeburg
Adventsmarkt des DRK, Dankersen / Minden
Herbstmarkt Meißen
Weihnachtsausstellung Hof Priess
Herzzentrum, Bad Oeynhausen
Cuxhaven Kugelbake (Duhnen)
Thalia Buchhandlung, Minden
Kunsthandwerkermarkt und Rosentage, "Kunst&Kaffee - Petzen 10" in Petzen