Mexiko Vanille - Ursprung und Verarbeitung
Mexiko ist das Ursprungsland der Vanille. In den Küstenregionen am Golf von Mexiko entdeckte das Volk der Totonaque diese besondere Orchidee und begann sie zu kultivieren. Damals nannte man sie „Caxixanath“, was soviel wie „verborgene Blume“ bedeutet. Zahlreiche historische Rezepte von Maya und Azteken belegen die frühe Verwendung von Vanille zum Aromatisieren von Kakaogetränken.
Heute ist die Region Papantla im Bundesstaat Veracruz das mexikanische Hauptanbaugebiet für Vanille. Ein warmes und feuchtes Klima bietet optimale Bedingungen für den Vanilleanbau und sorgt gemeinsam mit dem Boden für das besondere Aroma der Mexiko Vanille. Nur in Mexiko funktioniert der Anbau der Vanille mit natürlicher Bestäubung, denn nur dort lebt die Euglossa-Biene die für die natürliche Bestäubung sorgt. Zusätzlich erfolgt auch in Mexiko eine Bestäubung von Hand um den Ertrag zu steigern, denn die Blüten der Orchidee blühen nur einen Vormittag lang.
Nach der Ernte werden die Vanilleschoten aufwendig auf traditionelle Weise veredelt. Alle Arbeitsschritte erfolgen von Hand und ohne Maschineneinsatz. Zunächst werden die Schoten bei 70°C für 2 bis 3 Minuten abgebrüht um danach für 48 Stunden gedämpft, damit sich das Vanillin entwickeln kann. Es folg für 1 bis 2 Monate eine Trocknung, zunächst im Schatten, später in der Sonne. Nach der Trocknung folgt eine weitere 4 bis 5 Monate lange Reifezeit in gepolsterten Koffern. Während dieser Reifezeit entwickeln sich die sekundären Aromen der Vanille. Die Verarbeitung der Vanille dauert so insgesamt mehr als 6 Monate, bevor man das fertige Produkt in Händen halten kann.